Spinnenangst und andere Phobien - #018

Schnelle Methoden.

Beispiele aus dem Alltag zeigen so schön auf, wie «Programmieren» funktioniert. Natürlich gibt es clevere und nicht ganz so clevere Programmierungen. In dieser Folge erfährst du gerade als Mama oder Papa, wieso du lernen darfst, immer besser mit deinen Kids zu kommunizieren. Es sei denn, du willst irgendwann ängstliche und zwanghafte Erwachsene erleben, dann kannst du es so machen wie die Nachbarin im Beispiel von Sabrina …

Viele Eltern programmieren Phobien in die Kinder!

Heute aus der Serie Wie programmiere ich eine Spinnenphobie in den Kopf eines kleinen Kindes". Hallo.  Diese Geschichte, die Sabrina mir gerade erzählt hat, die MÜSSEN wir öffentlich machen. 

MÜSSEN! Ich weiß nicht, ob der Modaloperator an dieser Stelle geeignet ist und wir probieren es mal. Und so geht die Geschichte von diesem kleinen Mädchen. Ich finde die so toll.  

 

Sabrina erzählt mir also, dass bei ihr im Haus, also im Keller, da wohnt eine Spinne. Wilbur, kam mir in den Sinn!!! Kennst du Wilbur? Wilbur war das kleine Schweinchen. Es ist ein Buch, das ich sogar als Kind gelesen habe. Wilbur war ein Schweinchen auf einem Bauernhof und das Schweinchen hatte eine Freundin, die Charlotte. Und Charlotte war eine Spinne, die da gewohnt hat, und die kommunizieren miteinander. Ein hübscher Name für eine Spinne.  Sabrina fährt fort: Also die Charlotte die bei Sabrina wohnt ist groß und schwarz und bewohnt den Keller. Sie sei ihr auch schon begegnet in der Waschküche. Und da gibt es dieses kleine Mädchen, das bei ihr wohnt, das hat Angst.  

Liebe Leserinnen, liebe Leser. Entschuldige. Bleib dran. Wir lösen es auf. Falls du Spinnenphobie gehabt hättest, wir lösen den auf. Versprochen.  

 

Dieses Mädchen also hat Angst vor der Spinne. Wenn man von der Tiefgarage in den Wohnbereich möchte, muss man durch diesen Abschnitt laufen, wo sie dann immer stehen bleibt ganz ängstlich. Mit ihren Blicken sucht sie alles ab und die Mutter sagt dann zu ihr: "Du brauchst keine Angst haben. Die Spinne ist nicht da." Und interessanterweise ...ole-ole ... das Mädchen im Kindergartenalter hat immer noch Angst. 

Vorannahmen - Teil der Programmiersprache!

Faszinierend. Im Kindergartenalter Angst vor einer Spinne zu haben würde bedeuten, dass dieses kleine Mädchen durch Beobachtung gelernt hat, dass man vor Spinnen Angst haben müsste. Wie lernen wir, insbesonders kleine Kinder? Kleine Kinder lernen dadurch, dass sie andere Menschen in ihrem Verhalten beobachten und dann nach machen. Bewusst und unbewusst. Was ich EXTREM faszinierend finde, ist, dass dieses kleine Mädchen, so wie Sabrina es erzählt, bereits danach sucht, ob sie die Spinne irgendwo findet. Das finde ich total faszinierend. Schon fast zwanghaftes Verhalten. Wenn die Mutter sagt: "Du brauchst keine Angst zu haben, die Spinne ist nicht hier", dann sind da ein paar blöde Vorannahmen dahinter. Halt Programmierungen.

 

Die eine Vorannahme wäre, dass die Spinne überhaupt noch irgendwo sein könnte. Die zweite Vorannahme ist: falls sie noch da wäre, man Angst haben bräuchte oder dass es möglich wäre, überhaupt Angst davor zu haben. Darf ich deutlich sein? Das ist absoluter quatsch! Das ist keine clevere Kommunikation für das Gehirn dieses kleinen Mädchens. Dann kommt noch dazu, dass das Gehirn etwas nicht wegmachen kann. Der Klassiker, den wir immer wieder hören: Denke bitte nicht an einen rosaroten Elefanten mit gelbem Hut. Nicht daran denken. Nein, Sabrina, nicht daran denken. Das Gehirn muss es zuerst hindenken, um es dann wegdenken zu können. Logisch? Das ist schräg. Ich bin letztens mit einer Bekannten an dieser Stelle vorbeigekommen: warum die Zehn Gebote, die Moses vom Berge Sinai brachte, nicht funktionieren. Für die, die ein bisschen religiös unterwegs wären und gleichzeitig schon wach genug für Sprache sind. Weil da steht, du sollst "nicht töten". Man soll "nicht stehlen". Man soll "nicht", man soll "nicht". Deutlich über die Hälfte dieser Gebote sind mit einem "Nicht" gekoppelt. Das Gehirn muss also erst daran denken, bevor es überhaupt die Chance hätte, es wieder wegzudenken.

 

Wenn ich diesem kleinen Mädchen sage "Du brauchst KEINE Angst zu haben", dann muss sich das Gehirn erst einen Film von Angst hervorrufen. Da sieht sie in diesem Kontext vermutlich auch schon eine Spinne in einer gewissen Art und Weise und dieser Film löst Angst aus. "Du brauchst keine Angst zu haben" macht einen Film hin und das löst ein Gefühl aus, ja logischerweise. Wenn die Mutter dann noch sagt "die Spinne", dann muss sich das kleinen Mädchen zwangsläufig, spätestens dann, auch die Spinne vorstellen, welche ... offensichtlich ... bei diesem kleinen Mädchen Angst auslöst.

Psychologie fragt "warum" - NLP nach «Wie»!

Der psychologische Ansatz würde jetzt tendenziell lauten: Ich muss herausfinden, WARUM dieses kleine Mädchen eine Spinnenphobie hat. Dann würde man über ganz viele wichtige Tests irgendwann vielleicht sogar herausfinden, warum sie diese Phobie entwickelt hat. Dann weiß sie, warum sie Angst vor Spinnen hat. Aber sie hat immer noch Angst, das ist der Nachteil. Im NLP fragen wir also nie nach dem "Warum", weil das "Warum" hilft niemandem, um es zu lösen. Das wäre zwar die Theorie ... die stimmt aber nicht. Weil wenn ich weiß, warum ich eine Phobie habe, dann habe ich sie immer noch. Ich weiß nur, warum es mir gerade so mies geht. Deshalb fragen wir immer nach dem «Wie macht sie das»? Das Warum ist nämlich relativ simpel: Sie hat es irgendwo abgeguckt! Sie hat es irgendwo geübt, sie hat irgendwo trainiert, sie hat vielleicht irgendeinen Trigger gehabt, der diese Angst ins Rollen gebracht hat. Und dann hat sie fleißig geübt, dass es sinnvoll ist oder sinnvoll gewesen wäre, Angst zu haben.

 

Wenn Mama jedes Mal im Keller die Programmierung setzt "Du brauchst keine Angst zu haben, die Spinne ist nicht da", dann geht jedes Mal der Film wieder los und vermutlich noch ein paar Minuten danach. Und wahrscheinlich auch jedes Mal wenn es in den Keller geht, dann fängt sie eventuell bereits an ängstlich zu reagieren. Die entscheidende Frage ist: Wie kann ich diesem Mädchen jetzt helfen? Ihr lieben Eltern da draußen oder Menschen, die mit Kindern zu tun haben: «Kommunikation, also die Art und Weise, wie du sprichst», entscheidet ganz oft für kleine Kinder, wie sie in Zukunft Ängste entwickeln oder eben nicht entwickeln. Oder ob sie lernen, damit umzugehen.

Spinnenphobie - Spinnenangst schnell lösen!

In der Podcastfolge hat Sabrina eindrücklich gezeigt, dass auch sie in dieses Gefühl kommen kann. Auch weil sie diese Spinne schon mal hautnah erlebt hat. Da machen einige gerade einen Satz zurück schon wenn sie den Satz lesen. Ich kenne Leute in meinem Umfeld, die haben auch andere Phobien wie Mäusephobien, Rattenphobien, Schlangenphobien und solche Dinge. Wie funktioniert letztlich die Angst? Sabrina hat es uns in dieser Folge sehr schön beschrieben. Weil das, was typischerweise bei Phobikern passiert, ist, sie sehen diese Spinne, riesengroß, größer als normal vor ihrem inneren Auge. Alle die, die jetzt zurückweichen ... das wäre typischerweise phobisches Verhalten.

 

Dieser Film ist in der Endlosschlaufe. Er ist sehr schnell, sehr groß, assoziiert. Wir waren vor ein paar Folgen schon mal an dieser Stelle. Wenn Sabrina daran denkt, sieht man ihr ganz deutlich an, sie kommt wieder in dieses negative Gefühl hinein ... Wenn du die Vorstellung von dieser Situation gaaaanz laaaangsam ... rückwärts in Zeitlupe laufen lässt: Die Spinne hebt das Bein gaaaanz ... laaaangsam ... und geht rückwärts wieder weg. Und du siehst, wenn du genauer hinschaust, dass diese Spinne einen Dudelsack in der Hand hat. Und du hörst, wie sie diesen Dudelsack spielt, dieses schottische ... *Liberos-Dudelsack-Geräusch-Versuch*, ich bin da jetzt nicht so gut drin. Stelle dir vor, die Spinne geht gaaaaanz ... laaaangsam ... zurück.

Jetzt springst du aus deinem Körper heraus und beobachtest dich selber von aussen, wie du die Spinne beobachtest und dich kaputtlachst, weil sie mit diesem lustigen Dudelsack und der roten Mütze, falls du die noch nicht bemerkt hast, und dem gelben Push-Up-BH rückwärts läuft. Wie verbessert sich dein Gefühl?

Bei Sabrina war es plötzlich unrealistisch und lustig. Somit trainierst du dein Gehirn dahin, dass du dich dissoziierst, den Film rückwärts laufen lassen kannst. Jetzt kannst du das Bild noch ganz klein machen wie du dich selber beobachtest, während du dich kaputtlachst, während du die Spinne beobachtest mit dem Dudelsack, mit dem roten Hütchen, mit dem gelben Push-Up-BH, wie sie gaaaanz ... laaaangsam ... zurückläuft. Dieses Bild, wie du dich selber beobachtest, das machst du jetzt ganz klein. Du machst ein Standbild daraus, nimmst die Farbe heraus und schiebst es gaaaaanz weit weg! So geht die Lösung der Spinnenphobie. Na?

 

Versuche nochmals, an die Spinne zu denken. Was siehst du? Was hörst du? Sabrina sah sich plötzlich von aussen. So schnell funktioniert es. Und das ist das, was viele erstaunt feststellen. Es braucht einen kurzen Moment und wenn du dann nochmals versuchen würdest, an die Spinne zu denken, siehst du dich immer wieder von außen. Und hörst wie Sabrina das Geräusch vom Dudelsack. Ihr Lieben so einfach geht das. 

Verändere deine inneren Bilder - so einfach ist es!

Und ja es stimmt, man könnte diesem Mädchen oder auch einem anderen Kind so etwas in den Kopf setzen. So etwas mit «Stell dir vor die Spinne mit Lackschuhen und Lippenstift».  Offensichtlich ist die Phobie schon programmiert, ansonsten hätte das kleine Mädchen nicht Angst, wenn die Mutter sagt: "Du brauchst keine Angst zu haben". Was einfach keine sinnvolle Kommunikation ist.

 

Sicher ist es schon ein guter Schritt, wenn die Mutter diesen Quatsch lässt ... und es wird das Thema noch nicht lösen, weil das Mädchen die Filme bereits im Kopf hat. Jetzt darf ich dem kleinen Mädchen beibringen, wie sie diese Filme im Kopf verändern kann. Kinder gehen diesen Schritt soooo leicht, die gehen den wirklich leicht. Und das ist genau die Idee: Den kleinen Kindern ... und auch Erwachsenen ... beizubringen, wie sie ihre Bilder verändern können, wie Sabrina es soeben bewiesen hat. Anfänglich noch in diesem Gefühl drin, machen wir die Spinne lustig, lassen wir die Filme rückwärts laufen, in Zeitlupe, wir dissoziieren dich, wir lassen dich auf dich selber kucken und nicht mehr auf das, was eigentlich Angst gemacht hätte. Wir machen das eins-, zwei-, dreimal und das Gehirn fängt bereits an zu lernen, weil wenn ich dir dann wieder sage: Denke noch mal an das Thema ... dann siehst du dich von außen, wie du dich kaputtlachst und hörst notfalls noch den Dudelsack. Genau das ist die Idee. Das können wir auf bewusster Ebene selber verändern.

 

Vera Birkenbihl würde sagen, vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer wechseln. Wir beeinflussen bewusst die Filme und natürlich ... das lernen wir im Practitioner ganz intensiv ... gibt es ganz viele Techniken, wie du das unbewusst extrem schnell verändern kannst. Harte Spinnenphobiker fünf Minuten ... zehn Minuten ... gelöst! Wenn er es wirklich lösen will, das ist natürlich die Voraussetzung. Ja, immer schön auf den Dudelsack hören und dich von außen ankucken, falls du mal so etwas gehabt hättest wie eine Phobie. Verändere einfach die Bilder, notfalls lässt du das Bild vor deinem inneren Auge einfach durch den Schredder laufen. *Liberos-Schreder-Geräusche* Bemerkst du, wie einfach es geht?

Shownotes - Wochentipp

Das wir am Schluss des Podcast noch "per Zufall" darauf gekommen sind, dass der Vater des kleinen Mädchens derjenige ist, der mit Handschuhen und Mundschutz tendenz iell eher etwas "panisch" erscheint ... ist einfach nur ein lustiger Abschluss. Von der Mutter hat sie es wahrscheinlich eher nicht sonder eher vom Vater ... iiiich weiss es nicht ... aber ...  

Ja ihr Lieben, ihr könnt nun anfangen, die Bilder einfach zu verändern, falls sie euch nicht gefallen und macht sie mal lustig. Bau dir hinein, was du hineinbauen willst, damit es sich besser anfühlt. 

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