Metamodell - #019

Enttarnung durch Fragen.

Tilgung, Verzerrung und Generalisierung sind Bestandteile des Metamodells der Sprache. Tolle Fachbegriffe. Hier findest du ein paar Praxisbeispiele, die dir zeigen, was das für dich im Alltag bedeutet. Weil Fremdworte zu kennen hilft einem echten NLP’ler gar nichts. Du willst die unbewussten Fähigkeit erlernen und diese Folge vermittelt dir auf bewusster und noch mehr auf unterbewusster Ebene, worauf du im Alltag mehr und mehr achten darfst.

Sabrina hat sich wieder beruhigt. Sie ist tiefenentspannt, mit jedem Atemzug ein bisschen tiefer und tiefer und tiefer.  Und nein das ist nicht Yoga sondern Hypnose. Obwohl ich glaube schon, dass Yoga in einer gewissen Art und Weise Hypnose ist. Vor ein paar Tagen habe ich erlebt, dass Sabrina dieses Live-Yoga in Facebook macht und ich würde sagen, darin sind viele hypnotische Sprachmuster enthalten. Mindestens aus Yogalehrersicht. Das machen wir an einer anderen Stelle.

 

Viele werden fragen: kann jeder hypnotisiert werden? Ja, jeder! Die Frage ist nicht, ob man jemanden in die Hypnose führen kann, sondern vielmehr wie man ihn dort wieder herausbekommt. Weil ganz viele Menschen sind einfach den ganzen Tag in Selbsthypnose mit ihren inneren Stimmen. Das machen wir an einer anderen Stelle.

 

Das Thema heute: Metamodell der Sprache. Das Metamodell der Sprache ist die Decodiermaschine für die Sprache ... könnte man so sagen. Wir entschlüsseln über die Sprache, was genau der andere meint. Im Metamodell sprechen wir von Tilgung, Verzerrung und Generalisierung. Ich mache ein paar Beispiele auf der Erklärebene, ohne dass du schon genau darüber nachdenken musst oder sollst.

Tilgung

Beispielsweise bei der Tilgung, wenn jemand sagt: «Ich bin glücklich», dann wäre somit getilgt, wie das Glück entsteht, woher das Glück kommt. Es ist einfach eine Aussage, die im Raum steht. Gewisse Informationen sind weggelassen worden. Wir waren schon mal an der Stelle mit dem Hund. Glück ist zusätzlich eine Nominalisierung, kann man also nicht anfassen. Von daher sind ganz viele Prozesse in dieser Aussage getilgt und wir wissen gar nicht genau, was derjenige meint mit Glück. Das ist das, was wir mit Tilgung meinen. Es werden Informationen in Sätzen weggelassen und wir schließen daraus, obwohl wir diese Informationen nicht weit

Verzerrung

Die Verzerrung wäre ein typischer Satz wie "Heute regnet es, deshalb bin ich unglücklich". Das wäre eine Verzerrung der Informationen, denn was hat der Regen genau damit zu tun, dass ich unglücklich bin? Nichts. Es wird eine Information verzerrt, sie wird verlagert in einen anderen Bereich, der mit dem eigentlichen Ursprung des Satzes, also mit dem Regen, nichts zu tun hat.

Generalisierung

Der andere Part, der noch fehlt, das ist die Generalisierung. Das ist das, was die meisten sofort erkennen. Wir reden nämlich von der Generalisierung. Du kennst vielleicht Menschen, die manchmal sagen "ALLE Politiker sind doof, ALLE Politiker sind blöd" oder "Mein Partner lässt IMMER die Unterhosen im Wohnzimmer liegen", "Mein Partner räumt NIE die Schuhe weg". Die Generalisierung bildet sich unter anderem aus den Universalkontoren, das wären Wörter wie alle, keine, immer, nie ... und so weiter. Diese Verallgemeinerungen, die also eine Ausnahme ausschließen. Denn wenn ich sage "NIE kann ich mir einen Namen merken", dann wäre das eine Suggestion, dass ich IMMER Namen vergessen würde, was ja nicht stimmt. Soweit ich weiß habe ich bisher noch niemanden getroffen, der sich wirklich gaaaar keine Namen merken konnte. Nur sie suggerieren sich das meistens.

So entlarvst du jeden! Überzeugungen sprengen!

Was wir also mit dem Metamodell tun ... ist ... wir splitten über genaueres Nachfragen Aussagen auf. Und somit entlarven wir eine Tilgung, eine Verzerrung oder eben eine Generalisierung. Ich mache ein Beispiel. Da wäre dieses Pärchen, das kommt beim Practitioner zu mir und sie sagt mir: Libero, wir haben ein Problem. Mein Mann frisst ständig Chipstüten leer. Ich würde jetzt hergehen mit dem Metamodell der Sprache und würde fragen: Ah, er frisst IMMER? Das heißt, er isst 24 Stunden Chipstüten leer? Dann würde sie sagen: Nein, nein, Libero, natürlich nicht. Jeweils am Abend macht er das. Dann sage ich: macht er das JEDEN Abend? Dann würde sie sagen: Naja, eigentlich ist es nur am Wochenende, an diesem Samstag jeweils, wenn wir fernsehen". Du könntest noch weitergehen und sagen: Jeden einzelnen Samstag? ... Ja gut, wenn wir mal ins Kino gehen, dann frisst er keine Chipstüten leer, dann frisst er etwas anderes. Was ich dir damit deutlich machen möchte, ist ... wir Menschen haben angefangen, uns zu einigen oder wir glauben, uns geeinigt zu haben, dass wir mit gewissen Tilgungen, Verzerrungen und Generalisierungen dem Gegenüber vermitteln können, was wir genau meinen.

 

Durch das Metamodell der Sprache, also durch das genauere Nachfragen, kann ich solche Verallgemeinerungen lösen. Auch daraus entstandene Glaubenssätze. Wenn jemand sagen würde: "Mein Partner macht das IMMER ...", dann könnte das ein Glaubenssatz sein. In der Wahrnehmung dieser Person ist es tatsächlich so, dass sie es IMMER mit der Brille ankuckt, dass der Partner dieses komische Verhalten hat. Und deshalb entdeckt sie es auch IMMER wieder, weil der Glaubenssatz so ist, dass der das IMMER tut. Wenn ich mit dem Metamodell hergehe und das zerkleinere. Es quasi aufsplitte und genauer nachfrage, dann ermögliche ich dem Gegenüber zu erkennen: nein, es ist ja gar nicht IMMER, es ist nur ab und zu am Samstag. Den Rest der Zeit tut er das nicht. Und jetzt hat das Gegenüber die Chance, es sich zu «reframen». Dieses Wort haben wir auch schon ein-, zweimal erwähnt. Jetzt kann ich einen «neuen Bezugsrahmen» zu dem Thema schaffen und merke: Mein Partner ist gar nicht so eine Torfnase. Der macht das nur einmal in der Woche und nicht jeden einzelnen Tag rund um die Uhr.

 

Ich habe irgendwie das Gefühl, du bist in Trance ... sagte ich zu Sabrina im Podcast. Das wäre dann das Milton-Modell. Das wäre das entgegengesetzte Modell, das machen wir ein anderes Mal.

Limitierende Glaubenssätze einfach lösen!

Fragen dazu? Das, worum es mir geht, ist, zu erkennen, wo limitieren sich Menschen. Letztlich geht es im Modell von NLP ganz viel um diese unbewussten Glaubenssätze. Und viele Menschen sprechen mit anderen Menschen über gewisse Themen, notfalls auch mit sich selber, wo sie sich oder andere limitieren. Eine Limitierung wäre zu glauben, dass ALLE Politiker doof wären. Ich nehme das nur als Beispiel, es ist nur ein Platzhalter, du kannst es aus jedem Bereich adaptieren. Also so etwas hätte negative Gefühle geschürt.

 

Ich habe schon die eine oder andere Blondine erlebt, die solche Sätze gesagt hat wie "Ja, ich bin halt blond". Das kann sich schon zu einem limitierenden Glaubenssatz entwickeln. Mir geht es nicht um das Thema blond oder nicht blond, nur ist es ein schönes Beispiel, weil sehr viele Witze darüber gemacht wurden, weil das über Jahre ein "Running Gag" geworden ist. Und natürlich bekommt man mit Lachen Believes viel einfacher in die Köpfe der Menschen, weil Lachen entspannt. Das ist der Grund, warum Teilnehmer bei uns in den Seminaren so viel lachen. Weil im entspannten Zustand ... wenn es lustig ist ... wenn viel gelacht wird, wenn es spannend ist, dann lernt das Gehirn schnell. AUCH negative Dinge.

 

Um wieder beim Beispiel zu bleiben: «Meta-Modell der Sprache». Wir entschlüsseln durch genaueres Nachfragen: Was meint der Andere ganz genau! Sind denn ALLE Blondinen dumm? Nein, natürlich nicht. Es gibt ganz viele, die intelligent sind. Aha, das bedeutet, das stimmt gar nicht, dass es ALLE sind. Ja, nein, es ist die Mehrheit, käme dann vielleicht. Und dann würde man hergehen und sagen: Wie viele denn genau? Wie viele Blondinen, die blöd sind, kennst du denn genau? Ja, also drei kommen mir ganz spontan in den Sinn. Dann sagst du: Es gibt vier Milliarden Frauen auf diesem Planeten und drei von denen hältst du für blöd. Wie viele Blondinen scheint es dann noch zu geben, die du nicht kennst? Dann würde der sagen: Ja, ganz viele. Dann sagst du: Könnte es sein rein theoretisch, dass alle anderen oder ganz viele von denen absolut intelligent sind? Dann würde der vielleicht sagen: Ja, stimmt. Eigentlich kann ich es gar nicht wissen. Ja, die Chance besteht.

Sprache zeigt auf «Wie» es jemand im Kopf tut!

Somit würde ich innerhalb von wenigen Sätzen ... mit denen ich nachfrage ... entschlüsseln, dass das, was er ursprünglich mit ALLE gemeint hat oder mit NIE oder mit KEINE ... oder was auch immer das Thema wäre ... gar nicht die Wahrheit, sondern nur eine sprachliche Formulierung ist ...die in ihm oder ihr eine Verallgemeinerung nährt, welche einfach so nicht stimmt. Mit der genauen Nachfrage splitte ich das auf und schaffe die Erkenntnis für mein Gegenüber, dass das, was er bisher geglaubt hat, vielleicht gar nicht die Wahrheit ist. Das ist die Idee. «Metamodell der Sprache», absolut faszinierend.

 

Mit wenigen Fragen sprenge ich jede festgefahrene Überzeugungen von Menschen. Das hilft mir immer dann, wenn jemand zu mir kommt und sagen möchte, dass er sich verändern möchte, dass er flexibler werden möchte und festgefahren ist in einem bestimmten Thema. Das Thema mit den Blondinen war nur eine Metapher, das steht für alles: Der Partner lässt IMMER seine Schuhe im Gang liegen. Meine Partnerin legt die Zahnpastatube IMMER hin anstatt sie hinzustellen. Klodeckel, Vorwürfe, Mitarbeiter, Meetings ... und so weiter ... kommen solche Dinge immer wieder vor. Wenn jemand eine fixe Meinung zu haben scheint, die ihn blockiert, könnte ich mit den Metamodellfragen, denjenigen unterstützen und seine Believes, seine Überzeugungen in kleine Stücke zerhacken, damit er merkt, dass seine Überzeugung nichts wert waren. Das ist genau die Idee der Metamodell-Fragen.  

Shownotes - Wochentipp

Was du diese Woche tun könntest ... die Wochenaufgabe. Darauf zu achten, wie Menschen, notfalls du selber, ganz oft Dinge generalisieren und verallgemeinern. Solche Aussagen wie "ALLE Politiker sind blöd". "ALLE Menschen mit Geld sind machtgeil". Oder "ALLE Männer mit einem Porsche ..." was auch immer. Da gibt es ganz viele solche Aussagen. Du kannst nun hergehen und darauf achten, wo erkennst du solche Generalisierungen.

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