Einfach liegen lassen? - #038

Keine Aufmerksamkeit geben?

Wie gehe ich mit Kindern um, welche sich weh tun. Sabrina beobachtete im Freibad eine Situation, welche sie etwas verwirrt hatte und wollte wissen, wie man denn so eine Situation mit Kindern clever lösen könnte. Ein paar Erziehungstipps von Libero aus neurologischer Sicht.

Auf die Schnauze fallen

Thema dieser Woche: ‘Wenn kleine Kinder auf die Schnauze fallen’. Sabrina - als grosser Kinderfreund - fragt sich: ‘Soll man sie einfach liegen lassen?!’. Jetzt wird es witzig, ihr Lieben. Hier kommen die Stories dazu aus dem Freibad.

Aufmerksamkeit fürs Hinfallen

Was hast du beobachtet? Ich finde, das ist so lustig, ich erzähle es euch. Folgendes: Wir beobachten immer einmal wieder Eltern, wie sie mit den Kindern umgehen, weil es natürlich spannend ist für einen NLPler zu verstehen, wie die Eltern in die Kinder etwas hineinprogrammieren. Ich möchte an dieser Stelle sagen, ich habe Erfahrung mit Kindern, ich hatte auch schon Partnerinnen mit Kindern und ich habe keine eigenen Kinder. Von daher masse ich mir nicht an, Erziehungstipps zu geben. Gleichzeitig merke ich, ich hätte schon eine Idee, wie man sich das Leben mit Kindern ein bisschen einfacher machen könnte. 

 

Ein Beispiel wäre so etwas wie, wie gehe ich damit um, wenn Kinder, die hinfallen oder sich irgendwo den Kopf stossen oder irgend so etwas und dann weinen? Wie gehe ich damit um? Gehe ich jetzt dahin und tröste und sage „Oh, du Armer“, und so weiter, streichle den, blase über das Gesicht, damit die Beule schneller wieder weggeht, was auch immer. Das sind, finde ich, spannende Fragen, die ja schon in den ersten paar Wochen und Monaten so ein bisschen ein Thema werden bei den einen oder anderen Eltern. 

 

Sabrina bestätigt, es gibt diese Kinder, die aus null Grund schreien oder vermeintlich keinem Grund, und die Eltern rennen dann und tun alles. Genau, so haben wir einige Situationen im Freibad beobachtet, beispielsweise wenn ein Kleiner sich irgendwo stösst, dann schaut er, ob Mama, Papa auch geschaut haben oder ob es irgendjemand gesehen hat, und sobald er merkt, dass das jemand gesehen hat, dann fängt es an: „Bähhh!“. Die spannende Frage ist, was wäre passiert, wenn das Kind gemerkt hätte, niemand hat mich beobachtet? Hätte es dann auch geweint? Also Aufmerksamkeit dafür zu erhalten, dass man sich wehgetan hat, solche Dinge besprechen wir öfters im Freibad.

Kinder einfach liegen lassen?!

Ihr Lieben, jetzt kommt der spannende Punkt. Wir sind in diesem Restaurant. Dort hat es eine deutlich hohe Stufe, ich würde sagen, vierzig Zentimeter, also das ist doch eine recht hohe Stufe, aus Beton, also harter Stein, oben, unten hart. Was ich beobachte ist, wie so ein kleiner Fratz - keine Ahnung wie alt er war, zweijährig, vielleicht drei - von oben nach unten klatscht. Es hat richtig geknallt, und er hat dann auch offensichtlich geweint, weil er sich wehgetan hat. 

 

Sabrinas Frage war: ‚Was wäre jetzt die richtige Reaktion gewesen? Einfach liegen lassen?‘ Also ihr Lieben, ich weiss, es gibt Menschen, die Kinder nicht so mögen, und manchmal - mitten im Thema vom Michael Mittermeier: “die Arschlochkinder würde man am liebsten liegen lassen“ - Langsam, langsam. Mein Tipp wäre, rein aus der Beobachtung von Eltern, die mit Kindern umgehen und auch aus der Beobachtung, wie ich früher mit Kindern umgegangen bin oder auch heute das noch tue. 

 

Sabrina kommentiert: “Einfach liegen lassen“. Das war der lustigste Satz im Freibad, ich musste so lachen, weil es überhaupt nicht lustig war, er hat sich wirklich wehgetan, der Kleine. Die Idee ist es nicht, jemanden einfach liegen zu lassen, selbstverständlich nicht, auch wenn man ihn nicht mögen würde. Es geht mir vielmehr darum, die erste Reaktion von Eltern ist es, immer gleich aufzuspringen, so auch diese Eltern. Immer gleich sofort aufspringen und hingehen und „Oh Gott, ist etwas Schlimmes passiert?“.

Bewertung passiert im Kopf

Wir waren mit der Spinne schon an dieser Stelle. Dem Kind schon in den Kopf zu tun, dass jetzt dann der Keller kommt, wo die Spinne ist und ‚huhuhu‘. Das setzt schon die Bilder in den Kopf, dass etwas Schlimmes passieren würde. Das ist nicht clever, in meinem Modell von Welt ist das absolut ungünstig. Gerade Eltern könnten einmal üben, ein, zwei Sekunden ruhig zu bleiben, abzuwarten, eine Ruhe auszustrahlen. Es ist alles ganz normal, um zu prüfen, ob das Kind dann wirklich sich wehgetan hat, oder ob es dann wieder aufsteht und davonspringt. 

 

Auch das beobachte ich hin und wieder einmal, dass kleine Kinder hinfallen und ich mir denke, autsch, das hat bestimmt wehgetan, und die dann aufstehen und so tun, als wäre nichts gewesen, die merken das nicht. Da finde ich es wichtig, Geduld zu haben, kurz zu warten - vielleicht auch das Kind einen Moment schreien zu lassen, ohne gleich aufzuspringen und zu reagieren - um zu prüfen, ob es das Kind selbst lösen kann. Wenn es sich wehgetan hat - jetzt kommt der wichtige Part - gibt es schon auch die Reaktion von „Oh Gott, oh Gott, ist alles ganz schlimm“ und „Oh“ und panisch und Zeugs und Sachen. 

Unbewusst Angst programmieren

Wir hatten das Beispiel der Wespe, das eine Kollegin von uns beobachtet hat. Da wurde ein kleines Kind von einer Wespe gestochen, die Mama hat ein riesen Theater gemacht, der Kleine auch, und der Bruder hatte plötzlich Angst, dass er auch von einer Wespe gestochen werden könnte. Versteht ihr? Das sind die Zusammenhänge, so programmiert man Angst. 

 

Auch da, wenn etwas passiert ist, clever kommunizieren. Solche Sätze wie «Das Schlimmste ist passiert, das Schlimmste liegt hinter dir, ab jetzt wird es immer besser.» oder «Es verschwindet mit jedem Atemzug mehr». Einmal draufblasen und dann ist es wieder gut. Notfalls bei kleinen Kindern die Zauberfee, den Zauberer, den Magier, die Elfe, was auch immer sprechen lassen, die das sofort, ganz schnell heilen und wegmachen. Das ist clevere Kommunikation für kleine Kinder in meinem Modell von Welt. Von daher, nicht liegen lassen, ihr Lieben. 

 

Kurz innehalten, abwarten, wenn es sich wehgetan hat, clever kommunizieren und den Menschen helfen. Dem nicht so viel Bedeutung zu geben, dass es wehtut. Positive Suggestionen geben. 

Achte darauf was du ankerst

Sabrina hat da noch ein anderes Beispiel dazu. Es gab da eine andere Situation, wo dann der Papa mit dem Kleinen auf dem Klo war und der hat sich da gestossen, und sie kommen zurück an den Tisch und der Papa sagt zum Kleinen: ‚Erzähle doch einmal der Mama, was dir gerade passiert ist!‘. Am Blick des Kleinen haben wir ihm gleich angesehen, dass er wieder fühlt, wie er sich das Kinn gestossen hat, das macht auch nicht so viel Sinn. 

 

Ja, klar. Wir nennen es Anker. Da gab es doch diesen Abend als wir beim Grillen bei einer Teilnehmerin waren, du erinnerst dich? Es war ein Satz. Es war ein bisschen dunkel, der Tisch stand unter offenem Himmel, es war diese Kerze und es war dieser eine Satz, der uns alle kollektiv wieder an die Schauermärchen vom Klassenlager erinnert hatte, weil das Licht so ein bisschen geflackert hatte. Sabrinchen machte dann die Taschenlampe an, um im Haus auf das Klo zu gehen, weil sie Angst hatte. Das war ein Satz. Wir nennen es Anker. 

 

Von daher macht es wenig Sinn, diesem Kind zu suggerieren, erzähle doch noch einmal. Warum soll es noch mal erzählen? Einmal erlebt reicht doch - einmal erlebt reicht. 

Keine Aufmerksamkeit in Dinge die du nicht willst

In den Seminaren haben wir die heftigen Themen, Vergewaltigungsthemen und all diese Dinge. Es geht mir nicht darum, ob ich das in meinem Leben manifestiert habe oder nicht, das ist eine andere Geschichte. Es geht mir darum, dass es reicht, einmal diese Bilder erlebt zu haben. 

 

Das, was wir mehr brauchen auf diesem Planeten ist, diesen Menschen ein Tool an die Hand zu geben, wie sie ihre Bilder verändern können. Wie sie ihre Stimmen verändern können, wie sie ihr Kopfkino lösen können, damit sie bessere Gefühle haben. 

 

Ja, ich bin bei dir, den Jungen zu motivieren, es nochmals zu erzählen, damit er dafür noch Aufmerksamkeit erhält, würde vom Automatismus, von der unbewussten Struktur her ihn dahin trainieren, dass es sich für ihn in Zukunft lohnt, sich wehzutun. Das ist die Struktur, sich wehzutun, damit andere Menschen ihm zuhören. Das ist keine gute Programmierung. 

 

Sabrina fragt: ‘Also bis in das Erwachsenenalter?’. Ja, schau, wann hast du früher als Kind von deiner Mama, von deinem Papa, so richtig Aufmerksamkeit bekommen? Wenn sie krank war. Sie war dann auch so ein Kind, das sich immer dann Krankheiten eingebildet hat, sobald die Eltern weg wollten. Ja, es gibt Menschen, die bekommen das hin, dass sie das wirklich fühlen, dass sie richtig Schmerzen haben. 

 

Das ein paar Mal trainieren, dann noch in Filmen sehen, dass das funktioniert und auch in Büchern lesen, Vorstellungen, und, und, und… Dann gibt es diese Menschen, wenn sie beispielsweise irgendwo etwas beobachten in einer Gruppe - also sie sitzen in der Gruppe und fühlen sich gerade nicht beachtet - die dann plötzlich, keine Ahnung, sich plötzlich die Schulter halten und sagen „Oh, es tut mir gerade so weh, oh, ah!“. Was dann passiert ist, dass einige von der Gruppe sagen 'Oh, ist alles gut, geht es?' Sie richten sofort die Aufmerksamkeit dahin. 

 

Sabrina möchte wissen, was wäre denn da richtig? Jetzt angenommen, es tut jemandem wirklich weh? Ich bin der Meinung - das ist nur mein Modell von Welt - okay, also lass dir Zeit damit. Gebe keine Aufmerksamkeit in Dinge, die du nicht willst, nur schon für dein eigenes Leben nicht. Keine Aufmerksamkeit.

Die Genauigkeit der Sprache ist entscheidend

Natürlich gibt es auch in meinem Umfeld den einen oder anderen, der das sehr gut kann, so ein bisschen Aufmerksamkeit zu generieren. Du kennst auch den einen oder anderen, ein bisschen Dramaqueen spielen, wo ich denke, ach, komm jetzt, immer noch nach 10 Jahren, immer noch derselbe Trick, na gut, also machen wir halt mit. Ich sage dann: ‚Was ist denn Schlimmes? Oh, schon wieder?‘ Da ein bisschen überspitzt zu reagieren, um zu zeigen: ‚Hey, komm jetzt, alles gut, alles gut!‘. 

 

Wie gesagt, wenn der kleine Junge hinfällt und es ihm richtig wehtut, klar hilft das nicht, dass ich jetzt sage ‚Da ist nichts passiert, alles gut!‘, weil, wenn es ihm wehtut, dann tut es ihm weh. Ihm dann zu sagen “Hey, das hat richtig wehgetan“ oder «das Schlimmste liegt hinter dir» - achtet immer auf die Genauigkeit der Sprache. „Ja, das tut weh“ - ich hole den ab - „Es tut weh“ und «das Schlimmste liegt HINTER dir!». Du schiebst es sprachlich in die Vergangenheit und dann sagst du: «Jetzt hat der Heilungsprozess begonnen, ab jetzt geht es schneller als du dir vorstellen kannst, dass du dich richtig gut fühlst, dass alles verheilt ist.». 

 

Das ist cleverer, als zu sagen „Oh Gott, oh Gott, das ist ganz schlimm, das tut bestimmt noch weh!“ Und dann eine Stunde später die super spannendste Frage - bescheuert, dämlich kann man fast schon sagen - „Tut es immer noch weh?“. Damit derjenige wieder in das Gefühl eintauchen muss. Tut es denn noch weh? Ah ja, jetzt, wo ich darüber nachdenke, merke ich, es tut noch weh. Das hilft nicht, das ist nicht clever. 

Dein Gehirn will ein Ziel erreichen

Darum ist es mir so wichtig, dass du anfängst, mehr und mehr auf die Sprache, die Präzision und die Details zu achten, weil es so viel ausmacht, weil es so wichtig ist, für das Gehirn - weil das Gehirn eine Zielerreichungsmaschine ist. Wenn ich den frage: „Tut es noch weh?“ und der im Kopf hat „Tut es noch weh? “, dann hat der ein Bild von wehtun und er sagt: ‘Ja, ich merke es gerade’. Also bei diesem Thema könnten wir endlos Beispiele besprechen. 

 

Sabrina fragt nochmals nach: ‘Man darf also wacher werden, um unterscheiden zu können, was ist jetzt nur Aufmerksamkeit oder tut es gerade weh? Wenn es gerade wehtut, wie führe ich diesen Menschen, dieses Kind möglichst schnell an einen Ort, wo es schöner ist, rein gedanklich?’. Ja, das macht Sinn. Cool, cooles Beispiel. Wir werden uns daran erinnern.

Shownotes - Wochentipp

Ihr Lieben, was habt ihr für Erfahrungen mit solchen Geschichten? Schreibt uns doch einmal. Gibt es Beispiele, die anders sind, wo ihr vielleicht andere Erfahrungen gemacht habt, dann lasst uns die zukommen, dann greifen wir vielleicht die eine oder andere Geschichte wieder einmal auf im Podcast.

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