Anderen gefallen wollen - #049

Vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer?

Von Eltern, Lehrern und Erziehern erfolgreich in viele Köpfe programmiert ist das Phänomen des “Gefallenwollens”. Gerade Coaches, Berater und notfalls auch Eltern & Führungskräfte dürfen dieses Thema überwinden, meint Libero. Wie schaffen wir es, entspannt darüber zu sein, was andere über uns denken? In dieser Folge erfährst du es.

 

In der heutigen Folge wollen Libero und Sibylle den Hörerinnen und Hörern gefallen. Oder geht es hier gerade darum, eben nicht mehr ‘anderen gefallen wollen’ zu müssen? Höre rein und finde es heraus. Erfahre dabei wo dieses Thema angefangen hat, bei unseren Eltern oder sogar bei Adam und Eva?

Liebevoll mit anderen umgehen!

Hier ist der Dialog dazu aus dem Podcast mit Sibylle.

 

Libero: Es wäre mir ganz wichtig, diese Folge richtig zu machen.

 

Sibylle: Also seriös?

 

Libero: Ja, dass die anderen nicht schlecht über uns denken.

 

Sibylle: Ja, das ist auch ganz wichtig. Dir ist das auch wichtig?

 

Libero: Ja, dass wir den anderen gefallen. Dass sie stolz sind auf uns.

 

Das ist genau Sibylles Thema. Sie ist jetzt schon seit einer Woche am Üben. Sie sagt sie sei ganz ‘selbst’ geworden. Alles, was um ‚andere‘ geht, ist ihr egal. Sie hat es zumindest in die Richtung probiert und teilweise auch erfolgreich. Nur ist ihr aufgefallen, dass es da einen limitierenden Glaubenssatz gibt, der ihr dazwischen funkt. Um so richtig ‚selbst‘ zu sein, müsste es ihr egal sein, was andere denken. Und da hapert es ein bisschen.

 

Sibylle sagt: ‚Eigentlich ist es mir egal, was andere denken‘. Eigentlich - das ist schon die Suggestion. Zum einen glaube ich generell, es sollte ihr nicht egal sein. ‚Was andere von mir denken‘, fragt Sibylle. Nein, ich würde das umdrehen: ‚Wie du mit anderen umgehst‘. Ich glaube - und das kann dieser Planet gerade sehr gut gebrauchen - sie darf weiterhin liebevoll mit anderen Menschen umgehen.

 

Und in meinem Modell von Welt hat liebevoll nichts damit zu tun, dass sie ganz klar Position bezieht und ganz klar sagt, was sie will. Das schliesst ein liebevolles Miteinander mit anderen Menschen in meinem Modell von Welt nicht aus. Was andere über mich denken, das ist ein Glaubenssatz, den kennt da draussen bestimmt niemand. Der ist schon schräg in die meisten von uns hineinprogrammiert worden.

Thema "gefallen wollen" loswerden!

Sibylle sagt bei ihr fängt das in der Kindheit an. Sie wollte schon als Kind ihrer Mama gefallen oder anderen, den Lehrern oder wem auch immer. ‚By the Way‘, die Eltern sind immer schuld. Das sagen sie in der Psychologie auch immer. Und die Eltern haben auch Eltern. Der Haken ist, die haben auch Eltern. Das ist der Haken dabei. Da landen wir wieder direkt bei Adam und Eva. Ja, die Nummer mit dem Apfel.

 

Ich glaube, ohne dass ich mich damit tiefer auseinandergesetzt hätte, Religion ist bestimmt eine Programmierungsform. Diese Schuldgefühle und dieses "Ich muss diesem einen Gott gefallen, sonst bestraft der mich". Ich beobachte viele Eltern in diese Richtung. Ja all das, was man so muss. Es gehört sich so und so zu sein, das und das zu machen. Diese Gesellschaftsregeln.

 

Mach Mama und Papa stolz. Das ist schon die Bemühung, ich muss - um die Liebe zu bekommen - was tun, das anderen gefällt. Das ist total verankert. Da können wir noch ganz tief eintauchen, wie das programmiert wird. Aber das brauchen wir an dieser Stelle nicht zu diskutieren.

 

Sibylle sagt: ‚Ich würde es gerne einfach loswerden‘. Ja, das macht Sinn. Ganz nach dem Motto: Lass den Quatsch. «Ja, ich höre einfach auf damit, anderen gefallen zu wollen. Das ist die Lösung?», fragt Sibylle.

Übungen aus dem NLP-Practitioner:

Wir machen im Practitioner ganz viele dieser Übungen dazu. Timeline wäre eine, die du machen kannst, die Bonanza-Übung ganz bestimmt auch. Für die Hörerinnen und Hörer da draussen, es geht wieder ganz viel um Bewusstsein. Ich glaube, der wichtigste erste Schritt ist, überhaupt einmal wahrzunehmen, dass du Dinge tust, um anderen zu gefallen. 

 

Dass du dich in einer gewissen Art verhältst, weil du damit verknüpfst, dass dann die Chance besteht, dass irgendjemand dir ein Kompliment macht oder sagt oder denkt, dass du toll bist. Oder der Umkehrschluss wäre, dass der andere nicht denkt, dass du doof bist. 

 

Das ist nun schwarz-weiss gemalt. Und natürlich ist das ein Grund, warum die meisten Menschen nicht so viel Geld verdienen, denn was sollen die Nachbarn denken, wenn plötzlich der Porsche vor der Garage steht? Jetzt aber - kennst du das? Jetzt ist der Wohlstand ausgebrochen. 

 

Dieses Gefallen wollen ist ganz schräg verknüpft. Sibylle fällt das oft auf, dass sie dann irgendetwas nicht tut. Sie merkt, sie tut etwas nicht, um nicht komisch rüberzukommen.

Die Vermeidungsstrategie!

Sibylle hat zum Beispiel eine Idee für einen Post in Social Media und denkt dann: ‚das mache ich besser nicht, andere könnten blöd von mir denken‘. In diesem Beispiel, isst sie Hähnchen als Veganerin. Und da hat sie Bedenken, dass negative Kommentare von Veganern kommen könnten. Sie sagt sie kennt die schon und sie habe das ja eigentlich überwunden. "Eigentlich" haben wir gehört an der Stelle, ihr Lieben.

Hier ist der Dialog dazu aus dem Podcast mit Sibylle.

 

Libero: Siehst du andere Menschen in diesem Bild?

 

Sibylle: Ja.

 

Libero: Okay. Hast du die in ein Bugs Bunny Kostüm gesteckt?

 

Sibylle: Nein.

 

Libero: Mit diesen lustigen Schneidezähnchen.

 

Sibylle: Die waren alle so ernst vorher.

 

Libero: Die Leute, die dich da kritisieren könnten, die haben jetzt Bugs Bunny Kostüme an.

 

Sibylle: Die sehen lustig aus.

 

Libero: Und der eine rülpst.

 

Sibylle: Die könnten endlich mal etwas zum Lachen gebrauchen.

 

Libero: Und du riechst die Karotten. Weil die Bugs Bunnys essen Karotten. Die kritisieren dich jetzt?

 

Sibylle: Ja.

 

Libero: Wie lustig ist das jetzt?

 

Sibylle: Sehr lustig.

 

Libero: Wie sehr nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass du den Post machst?

 

Sibylle: Stark.

 

Libero: Gut. Das ist die Idee.

 

Sibylle: Ich weiss gar nicht, wieso ich ihn nicht machen sollte.

Das Unterbewusstsein will dich schützen.

Letztlich ist das wieder eine Submodalität, es ist wieder eine Planung. Eine Planung von einem Endergebnis, was ich nicht haben wollen würde. Viele Menschen da draussen tun oder sagen Dinge nicht, weil sie befürchten, dass sie dann anderen nicht gefallen könnten.

 

Sibylle kennt das auch, wenn sie zum Beispiel bei einem Essen ist, wo sie alle noch nicht so gut kennt und etwas erzählen will, dann denkt sie: ‚Lass es, tue es besser nicht, vielleicht sehen die das ganz anders‘. 

 

„Am Schluss mögen die mich nicht“. Das erfordert Planung des Gehirns. Es nicht zu tun erfordert Planung. Das heisst, ich stelle mir ein Endergebnis vor, das nicht witzig ist. Und dann sagt das Unterbewusstsein, das machen wir nicht, weil wir wollen nicht, dass die anderen schlecht von uns denken.

 

Sibylle ergänzt: ‚Es geht alles so schnell. Ich komme da gar nicht mit. Ich bin am Schluss in dem Gefühl: „Besser nicht“.‘. Darauf frage ich sie: «Siehst du den Bugs Bunny immer noch? Es wird witzig an diesem Abend, wenn du mit zehn Menschen essen gehst und du alle gedanklich in ein Bugs Bunny Kostüm steckst und die dann durchs Bild hoppeln. Mit der Karotte. Deshalb riecht es immer ein bisschen nach Karotte. Dadurch unterbrichst du schnell das Muster. Das ist der ‚Fast Way‘.».

 

«Also wann immer ich merke, ich vermeide etwas, verändere ich mir einfach das Bild?», fragt Sibylle. Ja, überprüfe, was du in deinem Kopf machst, was dich abhält, es zu tun und dann verändere die Submodalitäten, also verändere das Bild, verändere den Film. Es macht einfach eine Menge Sinn, wenn du deinen autoritären Chef oder Chefin oder Vorgesetzten in ein Bugs Bunny Kostüm setzt.

Das Gehirn sinnvoll einsetzen?

Ich glaube, es war mein Vater, der mir damals diesen Tipp gegeben hat. Ich bin nicht sicher. Der Tipp existiert schon für Redner. Stell dir vor, dass alle nackt wären. Hast du sicher auch schon gehört. Das ist nichts anderes.

 

Das kann nach hinten losgehen. Nur das ist genau die Idee. Vera Birkenbihl würde sagen: «Wenn du anfängst, andere Menschen gedanklich in ein Bugs Bunny Kostüm zu stecken», die in deiner Vorstellung - und das ist wichtig - bedrohlich wirken aus irgendeinem Grund, «dann fängst du an, vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer zu wechseln».

 

Weil du jetzt anfängst, dein Gehirn da einzusetzen, wo es Sinn macht. Vor anderen Menschen Angst zu haben, vor anderen Menschen diesen ehrfürchtigen Respekt zu haben, ist in meinem Modell von Welt nicht sinnvoll. Weder für dein Leben noch für den Planeten. Und auch nicht für die anderen. Das nützt auch denen nichts. 

 

Das probiert Sibylle jetzt aus mit den Bugs Bunnies. Ihr Lieben, ihr könnt auch Minnie Mouse nehmen oder Donald Duck.

Shownotes - Wochentipp

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