Dranbleiben vs. Disziplin - #014

Es darf leicht gehen!

Wie geht es dir mit dem Wort “Disziplin”? Kannst du mit voller Härte und Kampf durchziehen? Oder bist du wie Libero und wünschst dir, dass du sanft und leicht «dranbleibst» bis du das Ziel erreicht hast? In dieser Folge erfährst du, was Libero darunter versteht, wenn Menschen wieder anfangen ihre Ziele mit «Leichtigkeit und Spass» zu erreichen.

Warum würdest du nicht lachen wollen?

Alles begann damit, dass Sabrina wieder einmal mit ihrem schönen Lachen in den Podcast startet. Obwohl sie eigentlich seriös beginnen wollte. Warum würdest du nicht lachen wollen? Ich weiss, dass da draussen viele so leben, dass sie lachen überbewerten. Und ich finde, es immer noch das Schönste auf diesem Planeten, wobei mir Sabrina zustimmte.

 

Natürlich wollte ich wissen ob eigentlich ihre Bekannten auch viel lacht, wenn sie ihre Übungen macht? Und Sabrina hat es hingekriegt, dass die Bekannte also tatsächlich die Übungen macht. Sie war flexibel und hat ausprobiert. Und jetzt hat sie erstaunt festgestellt, dass ihre Bekannte die Dinge plötzlich getan hat. Ist schon spannend. Geben wir ihr mal die Credits, dass sie auch dranbleibt. Das ist doch klasse. Es ist defacto das, was ich mit Physiotherapeuten beispielsweise ganz oft erlebe. Dass sie ein grosses Thema haben mit ihren Patienten, nämlich dass diese überhaupt mal anfangen. Dass die überhaupt mal ihre Übungen zu Hause machen, die ihnen guttun würden.

 

Das andere ist, wenn sie es angefangen haben, die Dinge dann auch zu Ende zu bringen. So viele Menschen da draussen beginnen Dinge. Ich mag es, die Dinge zu Ende zu bringen. Das wird ganz schnell mal verwechselt mit Disziplin. Disziplin ist letztlich nur wieder eine Nominalisierung, die für jeden was anderes bedeutet. Bei mir ist Disziplin nicht ganz so nett besetzt. Das hat so viel mit Kampf zu tun. Das war bei mir auch in den Jugendjahren im Leistungsport so geprägt. Da hiess es, man brauche Disziplin, Härte und Kampf. Mein Gehirn schaltet da sofort in diesen Modus: "Das ist mir einfach zu anstrengend". Und ich habe es trotzdem gelernt: Ich kann das. Ich kann es wirklich, diszipliniert Dinge tun.  Jetzt würden einige sagen: wenn du sagst, du willst die Dinge zu Ende bringen. Dann braucht es ja irgendwas, dass du sie auch zu Ende bringst. 

Kampf oder Leichtigkeit?

Und das ist genau die Stelle, wo ich einsteigen möchte. Ich habe es für mich so reframt: Ich nenne es jetzt nur noch «Dranbleiben» und nicht mehr "Disziplin". Reframing bedeutet, wir setzen einen neuen Bezugsrahmen. Ich mache eine andere Verknüpfung. Nicht mehr so streng, sondern ich darf einfach die Dinge tun. Es gibt verschiedene Wege.

 

Ich beobachte ganz viele Menschen, die nehmen sich was vor. Dann glauben sie, sie müssen von heute auf morgen alles erledigen, dass sie gleich bei 100 Prozent einsteigen. In meinem Modell von Welt – das ist nur eine These, prüfe es für dich nach– das Gehirn kann damit nicht umgehen. Weil es von heute auf morgen – nehmen wir als Beispiel Sport – wo einige sagen: Jetzt gehe ich nach dem Neujahr schon mit dem schlechten Gewissen dahin, was eine schlechte Voraussetzung ist nur schon vom «Gesetz der Anziehung» her, weil da Mangel mitschwingt ohne Ende. Nur das diskutieren wir heute nicht. Die gehen dahin und von einem Tag auf den anderen steigen die ein mit drei-, vier-, vielleicht sogar fünfmal die Woche ... anderthalb Stunden ... das ganz grosse Programm. Leiden dann die ersten paar Wochen, weil sie Muskelkater haben ohne Ende. Vermutlich ... ich weiss es nicht. Mag auch nur ein limitierender Glaubenssatz sein.

 

Das Gehirn ist total überfordert, weil es überhaupt nichts mit Sanft zu tun hat. Sie versuchen sich durch Härte, durch Disziplin von 0 auf 100 zu beschleunigen. Ich glaube, der geht bei den meisten im Gehirn nicht auf. Deshalb mag ich es viel mehr, diese Leichtigkeit da rein zu bringen. Die Leichtigkeit entsteht in zwei Dingen. Das eine ist die Vorstellung darüber, was ich von Fitness halte, um in diesem Beispiel zu bleiben. Weil ganz viele mir sagen würden, das hat mit Leichtigkeit nichts zu tun. Da muss man wirklich kämpfen und hart durchziehen. Meine These ist, dass die Filme, die diese Menschen sich im Kopf machen, so sind, dass sie sich mühsam an irgendeiner Maschine abstrampeln sehen und dies nur mit Disziplin und Härte zu bewältigen wäre, weil es einfach keinen Spass macht.

 

Die Menschen, die eine gewisse Leichtigkeit an den Tag legen, beobachte ich, dass diese im Kopf andere Filme machen. Sie sehen sich im Endergebnis. Die sehen sich beispielsweise beim Joggen bereits zu Hause fit und fröhlich ankommen und nicht in einem endlos langen Prozess durch den Wald hecheln. Die entscheidende Frage ist also: Wie mache ich es in meinem Kopf? Was plane ich in meinem Kopf?

Das Gesetzt der kleinen Zahl!

Das Gehirn ist eine Zielerreichungsmaschine. Plane ich das Endergebnis oder plane ich den Prozess? Dazu machen wir etwas in den kommenden Folgen und natürlich vollgas im Master. Das ist der eine Teil. Der andere Teil ist, dass Menschen jeweils glauben, sie müssen von heute auf morgen schon alles erreicht haben. Das ist etwas, was ich total faszinierend finde. Das wäre diese Pille, die ich abends einwerfe und morgens bin ich schlank oder muskulös oder topfit oder gesund oder was auch immer das Thema ist. Ich halte extrem viel davon, diese kleinen Schritte zu tun.

 

Es gab diesen jungen Mann, der wollte unbedingt schaffen, 100 Liegestütze zu machen. Er hat angefangen, bereits jeden Tag das Maximum der Liegestütze zu machen. Er kommt zu mir im Practitioner und fragt mich: «Libero, wie kann ich das jetzt machen»? Das muss mit dem Kopf zu tun haben, dies hat er schon verstanden. Er hätte bei sich beobachtet, dass er das über ein paar Wochen gemacht hat und er hätte keine Steigerung geschafft. Das ist logisch, weil das Gehirn schon beim Maximum einsteigt. Dann kriegt er es nicht hin, das zu erweitern und irgendwann sagt das Gehirn: ist mir zu anstrengend, das macht keinen Spass. Und dann lässt er es wieder. Das Gehirn stellt keinen Fortschritt fest. Ich habe ihm geraten, er solle mit einer Liegestütz anfangen. Da hat er mich ganz komisch angeguckt, hat gesagt: Libero, bist du noch ganz klar in der Birne? Eine Liegestütze am Tag. Sage ich: Ja, eine Woche lang machst du jeden Tag eine. Dann erhöhst du die zweite Woche auf zwei, die dritte auf drei, und so weiter. Jede Woche machst du ein Liegestütz mehr. Er hat es defacto geschafft, nach einem Jahr über 50 Liegestütze zu machen. Du wirst jetzt sagen – und das geht einigen LeserInnen da draussen so: Na ja, aber er hat ja seine 100 nicht erreicht. Nur er hat eine Chance, dass er sie erreicht. Nämlich wenn er nochmals ein Jahr dranbleibt, hat er danach die Fähigkeit und die körperlichen Voraussetzungen ganz – und das ist mir wirklich wichtig – sanft und leicht erreicht! Ohne, dass das Gehirn da reinspringt und sagt: Fühlt sich streng an von Anfang an.

 

Es ist einfach nur ein elender Kampf von Anfang an. Leben ist kein Limitspiel. Es ist keine coole Programmierung. Weil das Gehirn ist eine Zielerreichungsmaschine. Und das Gehirn beziehungsweise das, was wir mit Unterbewusstsein meinen, diese automatischen Prozesse – Haare, die wachsen, Nägel, die wachsen, Verdauung und all diese Dinge – das Gehirn ist eine Automatisierungssmaschine. Es automatisiert Dinge.

 

Wenn ich dem Gehirn von Anfang an beibringe, kleine, leichte Schritte ... leicht zu erhöhen, dann bin ich auf Langstreckenkurs. Ich trainiere mein Gehirn auf Langstrecke. Es fängt auch an diese Struktur auf andere Lebensbereiche zu übertragen und ich finde vielleicht dann heraus, dass jeden Tag eine Vokabel zu lernen – es gibt viel bessere Varianten, um Sprachen zu lernen, ich bleibe trotzdem in diesem klassischen Beispiel, das einige von der Schule kennen – dass jeden Tag zuverlässig eine Vokabel zu lernen dich Ende des Jahres viel weiter bringt. Wenn du das Gefühl hast, ich mache von Anfang an jeden Tag 20 Vokabeln und nach vier Wochen hörst du wieder auf, weil es keinen Spass macht. Weil das Gehirn sagt: Das ist mir zu komplex. Es ist zu anstrengend. Logisch? Ich mag das Gesetz der kleinen Zahl an der Stelle. Menschen unterschätzen, was sie erreichen können, wenn sie jeden Tag ein bisschen machen und langsam erhöhen. Das ist der eine Punkt. Der andere ist: Du darfst lernen deine Filme im Kopf neu zu machen, um langfristig dranzubleiben.

 

Was viele machen – das machen wir in der nächsten Folge – sie machen sich einen grossen Film von Motivation. Und dann kommt die innere Stimme vorbei. Und was die innere Stimme mit diesen grossen Bildern macht, das beleuchten wir in der nächsten Folge. 

Shownotes - Wochentipp

In welchen Bereichen bist du auf Langstrecke gut? In welchen Bereichen fängst du Dinge an und brichst sie jeweils wieder ab, weil du nicht dranbleibst? Das wäre eine coole Erkenntnis. Geh mal ein bisschen durch dein Leben, durch deinen Alltag durch, um herauszufinden, wie du es machst in deinem Kopf. Hältst du dich für den Sprinter oder den Marathonläufer? Und in welchen Bereichen? Weil meine These wäre, dass es beides in dir gibt, wo du auf Kurzstrecke sehr gut bist und wo du auf Langstrecke gut bist. Die Ressourcen sind alle in dir. Merkt euch das immer, Ihr Lieben. Viel Spass bei der Aufgabe dieser Woche.

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